Abfallarmes Einkaufen

Vor dem Wegwerfen kommt das Einkaufen. Jede Verbraucherin beziehungsweise jeder Verbraucher hat durch seine Kaufentscheidung Einfluss auf die Abfallmengen.

Hier sind einige Tipps:

  • Mehrweg oder Einweg? Ziehen Sie Mehrwegpfandflaschen den Einwegpfandflaschen vor. Mehrwegflaschen können bis zu 60-mal neu befüllt werden. Das spart Energie und Ressourcen und trägt zum Klimaschutz bei.
  • Nehmen Sie zum Einkauf Tasche oder Korb mit. Dann können Sie auf Plastiktüten verzichten.
  • Bevorzugen Sie frisches Obst und Gemüse der Saison und selbst zubereitete Gerichte. Vermeiden Sie Konserven, Tiefgefrorenes und Fertigwaren in Verpackungen aus Kunststoff, Metall oder Verbundmaterial.
  • Entscheiden Sie sich für unverpackte Lebensmittel. Verzichten Sie auf Folientabletts, überflüssige Kunststoffkörbchen oder -netze.
  • Bevorzugen Sie Verpackungen aus Glas, Papier oder Metall und vermeiden Sie Verpackungen aus Verbund- oder Kunststoff.
  • Bedenken Sie, dass Käufe beim Online-Handel viel Verpackungsmüll verursachen.
  • Nutzen Sie Nachfüllpackungen (zum Beispiel für Seife).
  • Wählen Sie sinnvolle Packungsgrößen. Vermeiden Sie Miniportionsverpackungen für Sahne, Schmelzkäse, Streichwurst und anderes, wenn Sie ohnehin eine größere Menge verbrauchen.
  • Verzichten Sie auf aufwändig, nutzlos oder doppelt verpackte Produkte wie Mogelverpackungen mit doppelten Wandungen, Hohlböden, übergroßen Verschlüssen sowie Luxus- und Geschenkverpackungen.
  • Kaufen Sie Kleinteile wie Schrauben, Nägel, Gardinenringe nur in Mengen, die Sie auch tatsächlich benötigen.
  • Bevorzugen Sie Mehrwegprodukte (Getränke und anderes).
  • Lassen Sie sich abgewogene Ware in mitgebrachte Behälter legen, die Sie auf den Tresen stellen können. Aus hygienischen Gründen ist ein Reichen über den Tresen jedoch nicht gestattet.
  • Kaufen Sie keine sogenannte. „Wegwerfartikel“, wie zum Beispiel Einwegplastikgeschirr, -kugelschreiber, -rasierer, -feuerzeuge.
  • Vermeiden Sie für unterwegs Einweg-„Coffee-to-go-Becher“. Nehmen Sie sich die Zeit für eine Pause oder fragen Sie nach Pfandbechern oder nehmen Sie Ihren Thermobecher mit. In Deutschland fallen pro Jahr 2,8 Milliarden Becher an; das entspricht einer Menge von knapp 320 000 Becher/pro Stunde.
  • Verzichten Sie weitestgehend auf die Verwendung von Aluminiumfolien und –verpackungen sowie Klarsichtfolien.
  • Kaufen Sie Kunststoffartikel für Haushalt, Schule und Büro nur in Ausnahmefällen und – wenn unvermeidbar – von guter Qualität. Prüfen Sie Alternativen aus umweltfreundlicheren Materialien wie Holz, Korb, Metall oder Pappe.
  • Achten Sie beim Kauf aller Haushaltsgüter auf Langlebigkeit und Reparaturfreundlichkeit, zum Beispiel bei Elektrogeräten, Kinderspielzeug, Gartengeräten. Verschraubte Geräte lassen sich im Gegensatz zu genieteten oder verschweißten reparieren.
  • Bevorzugen Sie beim Kauf von Lacken, Farben, Reinigungsmitteln und anderen, Produkte mit einem geringen Schadstoffgehalt. Schadstoffhaltige Produkte besonders sparsam aufbrauchen oder die Reste über Problemstoffsammlungen umweltgerecht entsorgen.
  • Kaufen Sie auch Produkte aus Recyclingstoffen, zum Beispiel Toiletten-, Schreib- und Kopierpapier, Briefumschläge sowie Raufasertapeten aus Altpapier. Erst der Absatz von Recyclingprodukten sichert Verwertungsmaßnahmen.